Hallo,
danke für deine Gedanken, Anna-Sarah. Ich kann das sehr gut verstehen bzw. empfinde es auch als ein Trauerspiel, wenn solche Themen dann angehört werden, wenn sie von den "richtigen" Leuten kommen. Ich selbst bin auch in der Lage, Forschung und Politik wahrzunehmen, wenn sie von Frauen* kommt (z.B. beginnend mit Luise Pusch, über Antje Hornscheidt), die dafür dann in der Tat belächelt wurden oder schlimmeres.
Stefanowitsch wurde mir im Moment sehr wichtig, weil wir (Kolleginnen und ich) in Lehrveranstaltungen in der Informatik verstärkt Gender-Perspektiven reinbringen bzw. Studis auffordern, entsprechende Sprache in Texten zu verwenden. Und, ja, in der Tat, sie lassen sich eher überzeugen, WEIL er ein Mann ist. Und ich setze es gezielt deshalb ein. In diesem Kontext hatte ich seine Texte am Dienstag in unserem Gespräch empfohlen, das wurde hier nicht klar.
Und zum anderen stelle ich mich hinter die berechtigte Forderung, dass auch z.B. Männer sich mal für Geschlechtergerechtigkeit reinhängen und nicht immer Frauen alles machen lassen. Dazu passt es dann wieder finde ich. Und als Wissenschaftler/in ist das nun immer noch nicht DAS Thema mit dem eine/r DIE Anerkennung bekommt, nehme ich an. "Gefeiert" wo und von wem müsste vielleicht differenziert werden.
Ich finde deinen Einwand aber sehr wichtig, daher möchte ich noch auf das folgende Buch hinweisen. Antje Lann Hornscheidt: "feministische w_orte. ein lern-, denk- und handlungsbuch zu sprache und diskriminierung, gender studies und feministischer linguistik" http://www.gender.hu-berlin.de/zentrum/personen/ma/1682130/publikationen
Viele Grüße, Carola
On 09/27/2013 02:59 PM, Anna-Sarah Hennig wrote:
hey ihr,
erstmal: toll dass ihr euch unverdrossen "im kleinen kreis" getroffen habt und einen schönen abend hattet.